Aus dem Handelsblatt„Wenn KI Code schreibt, wird die Anforderung zum Engpass“
Wo der Plan Lücken hat, füllt sie der Agent mit Annahmen.
KI-Agenten setzen eine Anforderung in Minuten um, auch eine unvollständige. Für Banken, Versicherungen und Behörden entscheidet deshalb, wie genau die fachliche Absicht beschrieben ist, bevor gebaut wird.
Bausteine antippen, um Annahmen durch Wissen zu ersetzen
Das Problem
Was ein Sachbearbeiter weiß, weiß ein Agent nicht
Bei einem österreichischen Versicherer kamen im ersten Workshop Regeln zum Vorschein, die in keiner Anforderung standen.
Was würde der Agent tun?
Erst lesen, dann aufdecken
01Schadenmeldung
Bereits erfasst
Die Kundin schreibt: „Der Schaden betrifft eigentlich das Gebäude.“
02Der Agent handelt
Agent
Sparte auf Gebäude geändert. Erledigt.
Klingt plausibel. Die Kundin hat es ja so gewollt.
03Das Fachwissen
Was weiß der Sachbearbeiter, das der Agent nicht weiß?AufdeckenAusblenden
Regel 01
Geht nicht. Die Sparte lässt sich nach der Erfassung nicht mehr ändern.
Der Agent hat plausibel gehandelt und trotzdem falsch.
Im selben Workshop kamen weitere Regeln zum Vorschein, die nirgends standen
Das Schadendatum lässt sich nur innerhalb desselben Jahres ändern.
Für 40–50 % der Fälle braucht die Deckungsprüfung noch ein Altsystem.
In einer Bank wird daraus schnell ein Befund der Innenrevision.
Der Ansatz
Intent Engineering macht die Absicht prüfbar
SQUER beschreibt die Absicht hinter einem Vorhaben ausdrücklich und hält sie versioniert neben dem Code. Fragt die Revision in zwei Jahren, warum Glasbruch anders behandelt wird als ein Sturmschaden, steht die Antwort dort.
01
Intents
Sie beschreiben das Was und das Warum. Technologie und Code-Struktur legen sie bewusst nicht fest.
02
Prüfkriterien
Jede Anforderung endet als Prüfkriterium. Agenten und Menschen testen das Ergebnis dagegen.
03
Intent und Harness Engineers
Intent Engineers erarbeiten den fachlichen Kontext mit Ihren Fachexperten. Harness Engineers bauen den Harness, also die technische Arbeitsumgebung der Agenten mit festen Regeln für Daten, Modelle und Freigaben.
04
Verantwortung bei Menschen
Menschen legen fest, was gebaut wird, und geben es frei.
Regulierung
Governance gehört ins System, nicht ans Ende der Freigabekette
DORAEU AI ActBaFinFMA
Vorgaben aus DORA, dem EU AI Act und von BaFin und FMA werden als Prüfkriterien formuliert und laufend geprüft. Weil Modellanbieter nach DORA als IKT-Drittdienstleister gelten, legt die Umgebung auch fest, welche Anbieter zum Einsatz kommen und wo Daten verarbeitet werden.
Das Vier-Augen-Prinzip bleibt. Automatisierte Prüfungen lesen jede Zeile, Menschen prüfen Absicht, Architektur und alles, was als riskant markiert ist. Welche Stellen als riskant gelten, legen Menschen vorher fest.
Wer prüft was?
Läuft automatisch
Dass sich jede Änderung lückenlos auf eine freigegebene Absicht zurückführen lässt, ist das Ziel.
Wir sagen Ihnen im Gespräch offen, wo wir dabei heute stehen.
Aus der Praxis
Ein Versicherer, drei Schadenarten, echte Meldungen
Der Versicherer aus dem Workshop wollte eingehende Schadenmeldungen mit KI erfassen. So sah die Arbeit vorher aus, und das hat sich geändert.
Was hat sich geändert?
Erst Vorher lesen, dann Umstellung zeigen
01Vorher
Jede Schadenmeldung wurde von Hand abgetippt. Auf den Haftnotizen stand „Eintippen nervt“.
Die historischen Daten enthielten zahlreiche Unstimmigkeiten.
02Die Umstellung
Was wurde zuerst gemacht?Umstellung zeigenAusblenden
Datenqualität und ein geprüfter Referenzdatensatz
Pseudonymisierung und ein Sicherheitskonzept für CISO und Datenschutz
Start mit Glasbruch, Marderschäden und Verstopfungen, Abnahmekriterien vor der Entwicklung
03Heute
Die KI schlägt die Angaben vor. Die Sachbearbeiter prüfen und korrigieren.
Sie arbeiten mit echten Schadenmeldungen im System.
„Wer KI nur in der Entwicklung einsetzt, verschiebt den Engpass bloß. Den ganzen Nutzen realisiert nur, wer KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette einsetzt.“
Manuel Klein, Mitgründer von SQUER
150Mrd. €
Jahresumsatz des größten Kunden von SQUER
83%
der Features in SQUER-Verantwortung mit einer Durchlaufzeit unter 30 Tagen
97%
der Kunden beauftragen SQUER direkt mit Folgeprojekten
Kunden, unter anderem
Der Einstieg
So beginnen wir
-
1
Erstgespräch, etwa 30 Minuten
Sie schildern ein Vorhaben. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Intent Engineering dabei hilft.
-
2
Workshop, ein bis zwei Tage bei Ihnen
Mit Fachbereich, IT und Compliance klären wir, welches Problem zuerst gelöst wird und welche Vorgaben gelten.
-
3
Abgegrenzter Pilot zum Festpreis
Beide Seiten legen vorher eine klassische Schätzung desselben Umfangs fest. Daran messen wir Kosten, Durchlaufzeit und Qualität, einschließlich der Rechenkosten der Agenten. Verfehlen wir die vereinbarten Kriterien, trägt SQUER die Mehrkosten.
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4
Übergabe
Die Umgebung, der Code und die Intents gehören Ihnen. Ihre eigenen Leute können damit weiterbauen.
Häufige Fragen
Was Entscheider uns zuerst fragen
Ist das nicht Requirements Engineering mit neuem Namen?
Die Idee ist mit Spec-driven Development verwandt. Der Unterschied: Das Warum bleibt versioniert mit dem Code verbunden, und jede Anforderung endet als Prüfkriterium, gegen das getestet wird.
Werden unsere Entwickler ersetzt?
Ihre Arbeit verschiebt sich. Sie gestalten die Umgebung, in der Agenten arbeiten, und prüfen deren Ergebnisse. Ihre Fachexperten werden wichtiger, weil ihr Wissen direkt in die Intents einfließt.
Brauchen wir dafür ein großes Programm?
Nein. Wir empfehlen ein kleines Vorhaben, das trotzdem zählt, etwa ein Altsystem, das ohnehin modernisiert werden muss. Ausgeweitet wird erst, wenn die Zahlen stimmen.
Ihr Ansprechpartner
Sprechen wir über Ihr Vorhaben
Tobias Kilga
Head of BU Product, Data & AI bei SQUER
Vor SQUER hat er jahrelang die Konzern-IT eines stark regulierten Medizintechnikherstellers geleitet. Er kennt die Fragen, die Revision und Aufsicht stellen, aus Sicht des Kunden.
Lieber erst zuhören? Treffen Sie Tobias Kilga beim Brainfood Circle
Im kleinen Kreis tauschen sich IT-Verantwortliche darüber aus, wer unterschreibt, wenn Software handelt. Tobias Kilga moderiert den Abend und beantwortet Ihre Fragen zum Artikel persönlich.







